Leben

5. Februar 2010 von Janika

Nächste Woche habe ich schon fünf Monate EVS in Belgien hinter mir – und noch 7 weitere vor mir. Einige hauen schon nächsten Monat ab, andere haben noch 4 Monate hier und wieder andere mussten bereits auf halber Strecke aufgeben. Bilanz ziehen? Eigentlich habe ich da gar keine Lust drauf, ich kann das nicht. Jeder Tag, eigentlich jeder Moment hier erlebe ich viel intensiver als in Deutschland. Man könnte allgemein sagen, ich lebe intensiver.

Manchmal habe ich das Gefühl, ich könnte die Welt umarmen – oder besser nicht, denn in diesen Momenten liebe ich es, allein in Brüssel, der Hauptstadt Belgien und, politisch gesehen, irgendwie auch Europas, zu sein. Heute war z.B. so ein Moment. Nach einigen bitterkalten und windigen Tagen (teils auch mit Minimalschneefall) war heute der erste etwas wärmere Tag. Das hatte ich gar nicht so bemerkt, als ich morgens zum Bus (wie immer: 10 Minuten zu spät) getrottet bin. Aber als ich meine 5 Stunden Arbeit, die sich manchmal wie Käse auf einer Pizza hinziehen, beendet hatte und auf die Straße trat: Man, war das schön. Es roch wieder nach Spätsommer in Belgien, irgendwie. Ich kann das nicht beschreiben, aber diese ersten paar Sonnenstrahlen in diesem Jahr auf meinem Gesicht zu spüren und zu wissen, dass man hier die größte Freiheit hat, die man jemals in seinem ganzen Leben erreicht hat, das war super.

Kaum komme ich dann allerdings wieder in diese Wohnung, sehe das Auto vom Vermieter, höre Schritte auf der Treppe, fühle ich mich wieder eingeengt, beobachtet und kontrolliert. Es ist ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Wechselbad der Gefühle – das ist auch so ein Ausdruck, den ich in einem Schlager unterbringen würde.

Aber ich wiederhole mich…

Mir geht’s gut hier. Fünf Monate lassen sich nicht besser zusammenfassen als in den Blogs der letzten fünf Monate.

Ein Fazit? – Ich hab nie mehr gelebt als jetzt.

Wisst ihr, was geil ist?

3. Februar 2010 von Janika

Und bevor ihr mir jetzt mit Hip Hop unter der Dusche, Lebertran, Glitzersteinchen, Opel, BMW oder Audi kommt, ich sag’s euch:

Einkaufen bei Lidl.

Ganz besonders in Belgien. Denn a) manche Produkte haben da wieder normale Preise (60c für 500 g Pilze, im Gegensatz zu 1.00€) und b) es gibt Ritter Sport, Schogetten, deutsches Billigkaugummi und Billigcornflakes. Letzteres ist gar nicht so einfach in Belgien. Denn Cornflakes scheinen hier Mangelware (Angebot und Nachfrage und so) zu sein, sodass die immense Preise und natürlich auch ein großes K drauf haben.

Kopfhörer sind gut.

1. Februar 2010 von Janika

An alle zukünftigen EVSler: Nehmt Kopfhörer mit. Ja, vielleicht auch Boxen und wat weiss ich – aber vorallem auch Kopfhörer. Die könnt ihr euch überstülpen, wenn die Welt mal wieder scheisse zu euch ist. Und dann ganz laut aufdrehen und nix hören von den Mitbewohnern, Stasizwergenvermietern, oder Asikindern auf der Strasse. Einfach druff und ab geht’s.

Das hab ich gestern gemacht. Das war gut. Amon Amarth, Gravedigger und Six Feet Under sei Dank.

Und danach hab ich 3 Stunden geschlafen und es trotzdem geschafft, aufzustehen. Voilà – das Leben kann so schön sein.

Panik!! 1/2 cm Schnee in Belgiens Hauptstadt!

30. Januar 2010 von Janika

… und es kommt zu verspäteten Flügen am Flughafen! (Nicht, dass ich jetzt irgendwo hinfliegen müsste)

Dem Artikel kann man entnehmen, dass eine Bahn für das Fahrwerk und eine Start- und Landebahn geschlossen wurden, weil es hier seit 7 Stunden geschneit hat und erst ein Räumungsdienst angefordert werden muss.

Samstag Morgen hat es fast anderthalb Stunden intensiv geschneit. Zwei Landebahnen wurden sofort geschlossen, um eine Räumung zu ermöglichen.

So, ich wohn ja nu auch in Brüssel, ne? Und wenn ich da so aus dem Fenster gucke um 13.15 Uhr sieht das für mich so aus:

Neige

Laminieren mit Käse

29. Januar 2010 von Janika

Ich kann mich nicht so recht entscheiden, was ich vom Laminieren halten soll. Einerseits werd ich dann in Ruhe gelassen und niemand ist da und ich kann so vor mich hingammeln, andererseits ist das auch nicht sonderlich spannend.

Aber wenn ich jetzt schonmal auf dem Weg zur Papeterie bin, kann ich mir auch eine Waffel kaufen. So. Ich geh jetzt zur Konkurrenz, HA!

Abgesehen davon finde ich, dass Bernie bei mir einziehen sollte. Die lebt nämlich grad ihre Kochpassion aus, das ist gut :D Falls sie bei ihrer Au Pair Family rausgeschmissen wird, kann sie sich ja ma in der Küche vom Hilton’s für ein Praktikum bewerben.